Das problem

Im Allgemeinen fällt es uns relativ leicht, jemandem zu helfen, der uns ein Problem anvertraut, das uns nicht direkt betrifft: So wäre es beispielsweise bei einem gewöhnlichen Bruder, einem Gläubigen; …

Doch was tun, wenn es darum geht, jemandem beizustehen, der unter einem Problem leidet, in das wir direkt verwickelt sind, das uns unmittelbar und tiefgreifend betrifft? Wie können wir einem egozentrischen und unorganisierten Freund helfen, der auf uns angewiesen ist, um seinen Schwung beizubehalten? Wie können wir einem Ehepartner mit einem schwierigen Charakter helfen, ohne dabei unseren eigenen Seelenfrieden zu vernachlässigen? Wie können wir echtes Mitgefühl für jene Schwester bewahren, die ernsthafte Charakterprobleme mit ihrem Verlobten hat, wenn dieser Verlobte niemand anderes ist als wir selbst?

Ist es möglich, sich von einem Problem, das uns hart trifft, zu distanzieren, um es mit völliger Objektivität anzugehen und vor Gott die passende Lösung zu finden?

Im Berufsleben ist die Antwort sofort und eindeutig: Nein! Als Arzt dürfen Sie Ihren eigenen Sohn nicht behandeln, wenn er in die Notaufnahme kommt – nein! Als Polizist oder Richter dürfen Sie sich nicht in einem Fall engagieren, der einen Ihrer Verwandten betrifft, egal ob dieser die Anklage oder die Verteidigung vertritt: Sie würden faktisch vom Verfahren ausgeschlossen!

Doch was sollen wir dann im christlichen Leben tun: Uns von einem Fall zurückziehen, der unsere Verlobte, unser Kind oder unsere betagten Eltern betrifft? Dies scheint auf den ersten Blick nicht mit dem göttlichen Ansatz vereinbar zu sein.

 

Die perfekte Lösung

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